"Wenn du fastest, gele dein Haar…" (Mt 6,17) Humor, Witz und Ironie bei und mit Jesus

Rubrik: Tage der Besinnung

Humor und Lachen passen nicht zum Ernst des Glaubens. Und spätestens "Aschermittwoch ist alles vorbei"! Oder doch nicht? Dem Humor Jesu auf der Spur: feine Ironie, Situationskomik, satirisches Entlarven bigotter Frömmigkeit. Osterlachen stärkt Glauben!

Elemente: Impulse & Austausch, Gottesdienste, Mahlzeiten achtsam genießen, stille Momente, Spaziergänge (nach Möglichkeit)

Glaube und Humor - Gegensatzpaar oder "Geschwister", wie der jüdische Religionsphilosoph und Bibelübersetzer Martin Buber meint?

Heilige mit ausgeprägtem Witz wie Philipp Neri persiflieren geradezu närrisch Renaissancepäpste und -prälaten ihrer Zeit, zielen damit auf ein "Ende des Karnevals" (Papst Franziskus) an der römischen Kirchenspitze. Selbst ein Märtyrer wie Lordkanzler Thomas Morus verliert unter Heinrich VIII. seinen Kopf, nicht aber seinen britischen Humor. Der Ordensreformerin des Karmel, Teresa von Avila, entfährt einmal der Seufzer: "Vor unerleuchteter Frömmigkeit bewahre uns Gott!" Die geborene Jüdin, späte Christin und noch spätere Karmelitin und Heilige Edith Stein, Opfer von Auschwitz, entdeckt bei aller "Kreuzeswissenschaft" gerade die "Freiheit und Fröhlichkeit des Gotteskindes", beobachtet aber manche geborenen Christen: "Wie wenige, auch von den wahrhaft Frommen, selbst heroisch Opferwilligen, besitzen sie! Sie gehen immer wie niedergebeugt unter der schweren Last ihrer Sorgen und Pflichten Alle kennen das Gleichnis von den Vögeln unter dem Himmel und den Lilien auf dem Felde" (Mt 6,26-29 / Lk 12,24-27).

Jesus selbst lässt ja, wenn sein Evangelium nicht in allzu gehobenem Kirchenton vorgetragen wird, diese und andere augenzwinkernden Bemerkungen fallen - gelegentlich mit bewussten Übertreibungen: vom "Splitter im fremden" und (übersehenen) "Balken im eigenen Auge" (Mt 7,4-5 / Lk 6,41-42), oder vom "Kamel" durch ein "Nadelöhr". (Mk 10,25). "Die Haare auf eurem Haupt sind alle gezählt" (Mt 10,30 / Lk 12,7) als Ausdruck des Gottvertrauens, und das Gleichnis von den Kinder-Spielverderbern (Mt 11,16-17 / Lk 7,31-32).

Über diesen Tag steht die Einladung, dem feinen Humor Jesu auf die Spur zu kommen.

Referent(en)

Pater Felix M. Schandl (O.Carm)

Karmelit, Jahrgang 1962. Diplomtheologe, Geistlicher Begleiter, Supervision und...
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Manfred Strigl

Direktor des Hauses, Priester, Gestaltpädagoge, Geistlicher Begleiter, Gemeindeberater.
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Termin

18.02.2023 18:00 Uhr22.02.2023 09:30 Uhr

Preis

Verpflegung und Übernachtung: 239,50 - 4 ÜN / VP / EZ
Kursgebühr: 25,00 €

Benötigtes Material

Lust auf die Elemente dieser Tage, eigene Ideen, Talente, Musikinstrumente (wenn´s nicht gerade ein Flügel ist; -), und natürlich: gediegenen Humor